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«Was macht die Kunst von morgen? - 02»

künstler

Sonntagsmatin├ęe mit Brunch. Beitr├Ąge von Daniel Bisig, Bruno Jehle, Rudolf K├╝nzli, Rayelle Niemann und Anke Z├╝rn

datum23.05.2004
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PROGRAMM

Sonntag, 23.05.2004, 11 bis 14 Uhr
Brunch, Beitr├Ąge und Diskussionen

zur Ausstellung / Veranstaltung

In seinem 13. Betriebsjahr hat sich der Kunstraum Aarau aus dem Kulturzentrum KiFF herausgel├Âst und ist mitten in das Stadtzentrum von Aarau gezogen. Nebst dieser ├Ârtlichen Ver├Ąnderung ├╝berdenkt der Kunstraum Aarau seine inhaltlichen Ziele.

In diesem Zusammenhang laden wir Sie nach einem Samstag Abend mit Tischfussball-Turnier zu einer Sonntagsmatin├ęe mit Brunch ein. Die Ausgangsfrage dabei ist: Was macht die Kunst von morgen? Welche Konstellationen, welche Faktoren werden k├╝nftig die Kunst bestimmen, wo wird sie stattfinden, wer wird sie machen und mit wem? Diese Matinee soll diesen Entwicklungsprozess lancieren und den Diskurs um die k├╝nftige Ausrichtung des Kunstraums Aarau er├Âffnen. 5 G├Ąste aus den unterschiedlichsten Lebens- und Wissensbereichen sind f├╝r einen pers├Ânlichen Kurzbeitrag zum Kernthema eingeladen worden.

┬źDie Kunst von morgen wird gemacht von den Engineers of Experience (Ingenieure der Erfahrung) in ihren Werkst├Ątten der Welterfindung und Welterschaffung. Sie wird inszeniert zwischen Las Vegas und Tate Modern, zwischen IT-Algorithmen und Proteinsequenzen.┬╗ Gerfried Stocker, 2001, k├╝nstlerischer Leiter der Ars Electronica in Linz.

Die ver├Ąnderten Rahmenbedingungen k├╝nstlerischen Arbeitens sowie die Paradigmenwechsel innerhalb unserer Kommunikationskultur er├Âffnen neue eigenst├Ąndige Aktionsfelder und Reflexionsr├Ąume. Die Kunst tritt aus der Isolation. Sie mischt sich ein, stellt gesellschaftsbezogene Fragen und gestaltet die Kultur aktiv mit. Gleichzeitig wird die Kunst im Diskurs innerhalb der Medien immer st├Ąrker
von der Wissenschaft verdr├Ąngt. Seit Jahren wird der kulturwissenschaftliche und moralische Diskurs ├╝ber die neuen M├Âglichkeiten der Forschung fast ausschlie┬žlich von wissenschaftlichen Positionen bestimmt. Die Kunst steht in dieser Situation vor der Entscheidung, neue Entwicklungen zu kommentieren oder an der Entwicklung gestaltend teilzunehmen. Das Selbstverst├Ąndnis der K├╝nstlerin, des K├╝nstlers, ist stark im Wandel begriffen. Ber├╝hrungs├Ąngste mit der Wirtschaft werden abgebaut. Die k├╝nstlerische Arbeit wird zur Symbiose zwischen Kunst, Design, Wissenschaft und Kommerz. Die F├Ąhigkeit K├╝nstler, Business-Mann und Wissenschafter in Personalunion zu sein, ist zum oft entscheidenden Erfolgskriterium geworden.
Gleichwohl und gleichzeitig gibt es sie; die zeitgen├Âssische, Bildende Kunst fern jeglicher neotechnologischer Einfl├╝sse. Auch das ist ein Zeichen unserer Zeit.

Wir laden Sie herzlich ein, am Diskurs ├╝ber diese Fragen teil zunehmen. Nebst interessanten Beitr├Ągen der geladenen G├Ąsten ist an dieser Matinee in Form eines Fr├╝hst├╝ckbuffets auch f├╝r Ihr kulinarisches Wohl gesorgt.

zum Künstler, zur Künstlerin

Die Referentinnen und Referenten in alphabetischer Reihenfolge:

Daniel Bisig, Z├╝rich (dbisig@ifi.unizh.ch)
1989 - 1994 ETH Z├╝rich, Masters in Natural Sciences
1994 - 1998 ETH Z├╝rich PhD in Protein Crystallography, Doctorate in Natural Sciences
1997 ETH Z├╝rich, Information Technology I & II
2001 - 2003 University of Z├╝rich, Artificial Intelligence Laboratory, Senior Researcher
EXTRACURRICULAR: 2002 VideoReading with Author Rita Roedel, Kulturraum Thalwil
2001 - Present Ostrawa, experimental video, 1999 - 2001 R├Âhre, experimental video
VideoEx Z├╝rich, Lichtspieltage Winterthur, 1999 - 2001 Noise Music Computer Compositions, Audio-CD EigenSchalll, 1998 Group Exhibition, Computer Graphic and Fotogram, Digivision, Z├╝rich

Bruno Jehle, Gontenschwil (b.jehle@vision-it.ch)
22.7.1956, B├╝rger von Z├╝rich
Lebt mit Matina H├Ąmmerli und 5 Kindern in Gontenschwil
Unternehmer aber kein Kapitalist, Gesch├Ąftsf├╝hrer der Firma Vision Information Transaction AG in Aarau. Lehre als Photolithograf sp├Ąter Gr├╝ndung der Genossenschaften Chornch├Ąmmerli Lenzburg und Cooperative f├╝r Druck und Repro in Aarau. Seit mehr als zwanzig Jahren in Entwicklungszusammenarbeit in S├╝dindien engagiert. 15 Jahre Geldreformbewegung, Gr├╝ndung von INWO und Talent-Experiment.

Rudolf K├╝nzli, Aarau (Rudolf.Kuenzli@ag.ch)
geb. 1941, Studium in Z├╝rich: Germanistik, Philosophie, Publizistik. Promotion 1970; Lehrer an der Kantonsschule Luzern; Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut f├╝r P├Ądagogik der Naturwissenschaften in Kiel (D), Direktor am IPN; Habilitation in P├Ądagogik; apl. Prof. der Christian Albrechts Universit├Ąt zu Kiel; Direktor des Didaktikum, aargauisches Institut f├╝r Oberstufenlehrerbildung; Tit. Prof. der Universit├Ąt Z├╝rich. Vorstandsmitglied der Schweizerischen Gesellschaft f├╝r Lehrerbildung (bis 2001). Mitglied der Kommission Allgemeine Bildung der EDK (bis 2001). Direktor des FHA P├Ądagogik und Mitglied der Fachhochschulleitung. Vorstandsmitglied der Schweizerischen Konferenz der Rektoren der P├Ądagogischen Hochschulen (SKPH). Beirat verschiedener Zeitschriften und Verlage.
Arbeitsschwerpunkte und Publikationen: Lehrplan- und Bildungstheorie, Philosophie der Erziehung, Schulp├Ądagogik und Lehrerbildung.

Rayelle Niemann, Cairo (Textbeitrag) (elleray@access.ch)
Studien: Ern├Ąhrungslehre in England, Film/Video + Kunstgeschichte in Frankfurt + Braunschweig.
Kunst- + Industrievideos, Aufbau von alternativen TV-Stationen in Leipzig + Basel.
European-Business-Channel ZH. Frauenkulturtage ┬źDas Fremde im Vertrauten┬╗, Kunsthaus ZH, 3-monatige Veranstaltungsreihe zu ┬ź25 Jahre Stonewall┬╗, ZH. Performance-Events, Ausstellungen u.a. ┬źVom Verschwinden des K├Ârpers┬╗ (Kunstraum Aarau), ┬źSalon 99┬╗ (Kunsthaus Aarau), Expo.02: Analyse von Landwirtschaft und Gesellschaft, ┬źExpoagricole┬╗. seit 2003 in Cairo. diverse Publikationen.

Anke Z├╝rn, Z├╝rich (zuern@inorg.chem.ethz.ch)
Nach einem Studium der Kunsterziehung (Kunstakademie Stuttgart, ENSBA Paris) mit Chemie f├╝r das Lehramt an Gymnasien (Universit├Ąt Stuttgart) folgten Forschungsarbeiten am Max-Planck-Institut f├╝r Festk├Ârperforschung Suttgart und die Promotion in Anorgansiche Chemie zu dem Thema: ┬źKonstruktion, Analyse und graphische Darstellung von interpenetrierenden Netzen in Translationsgittern┬╗ (1998). 1998-2001 hatte Z├╝rn ein Atelier im selbstverwalteten K├╝nstlerhaus Dortmund (www.kuenstlerhaus-dortmund.de) und war dort Mitglied des Vorstands und des Kuratoren-Teams. Seit 2001 hat sie ihr Atelier in Z├╝rich und arbeitet am Laboratorium f├╝r Anorganische Chemie der ETH Z├╝rich.

LINKS

ars electronica
http://kultur.orf.at/orfon/kultur/010423-5350/5331txt_story.html
http://www.ankezuern.com

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