karopic im KUNSTRAUM AARAU

ikonen - icons

Karin Gemperle und Roland Unterweger arbeiten seit Jahren mit elektronischer Medien. Durch die wiederholte Zusammenarbeit in Kunstprojekten treten sie künftig bei gemeinsamen Arbeiten unter dem Namen karopic auf.

Obwohl das Wort "Ikone" zunächst einfach "Bild" bedeutet, sind damit meist die religiösen Kultbilder der orthodoxen Kirche gemeint und - in der englischen Entsprechung "icon" - die kleinen Symbole auf den Bildschirmen unserer Computer.

Das erste Ziel der Ikone ist nicht Pracht und Zierat, sondern eine schlichte Aussage über den Glauben. Aus diesem Glauben zieht die Ikone ihre Schönheit. Es ist die Schönheit der Hoffnung auf Erlösung. Dabei ist die Ikone nicht nur Darstellung einer bestimmten Person oder eines bestimmten Ereignisses, sie ist ein Zeichen für die geheimnisvolle Gegenwart des Dargestellten. Die dem Bild erwiesene Ehre gilt nicht dem Bild aus Holz und Farben, sondern dem Urbild, dem Dargestellten, dessen geistige Anwesenheit so zum Ausdruck kommt. Als fester Bestandteil der orthodoxen Glaubensgemeinschaft sind Ikonen sowohl in den Kirchen wie auch den Häusern der Menschen anzutreffen.

Auch die modernen Ikonen, die "icons", erfreuen sich grösster Beliebtheit. Sie sind fester Bestandteil der grafischen Oberfläche einer Software und aus dem Computeralltag nicht mehr wegzudenken. Schlicht, ebenfalls unsigniert und meist beschränkt auf eine Fläche von 32 x 32 Pixel, führen sie uns mit allgemein verständlichen, oft seltsam anachronistischen Metaphern durch die unergründliche Welt der Bits und Bytes. Bringt uns der Computer die Erlösung?



karopic
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