Yves
Zuzana
Tim
Netzhammer
Ponicanova
Zulauf
“Aber Freunde,
die Muskeln tauschen“
Ein Installation mit Objekten, Texten und Videos
23.März 19 Uhr
Kunstraum-
gespräch mit:
Joachim
Oechslin


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Es gibt zwei Reichweiten in deinem Leben: die deiner Arme und die deines Ausdrucks. Hast du je gegriffen, was du greifen wolltest? Hast du je ausgedrückt, was du ausdrücken wolltest? Stell dir vor, eine Freundin drückt aus, was du eben hast ausdrücken wollen. Stell dir vor, sie tut dies... mit deinen Bewegungen. Stell dir vor, sie lächelt dazu... dein Lächeln. Dein Lächeln: als wär ein Ausschnitt Welt verrutscht von deinem Gesicht in ihr Gesicht. Du greifst nach dem Hammer, der hinter deinem Rücken liegt. Du wirst den Ausschnitt wieder zurechtrücken. Verstecke deine Angst. Du greifst verstohlen und langsam nach diesem Hammer. Aber stell dir vor... jemand hat schon nach diesem Hammer gegriffen... mit deiner Bewegung: verstohlen und langsam. Du blickst auf zu der Freundin, blickst noch mit dem schnellen und panischen Blick der Verzweiflungstat. Du blickst in den Rest der Bewegungen ihres Blicks. Es ist dein Zittern, das in ihren Augen zittert. Die Bewegung, mit der sie den Hammer hebt und ausholt, ist geführt von deiner Geschwindigkeit, deiner Kraft, deinem Reflex. Mit dem Auftreffen hast du ein Geräusch von zersplitterndem Glas erwartet. Aber die Freundin ist nicht bloss das Bild, das aus dem Spiegel schlägt. Hast du vergessen... ihr hattet Muskeln getauscht: «Aber Freunde, die Muskeln tauschen?»
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