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29.November bis 21. Dezember 2002

MARC ZEIER
PLANK*TON“ akustische Installation >[Biografie]

URSULA PALLA
bellevue“ Videoproduktion >[Biografie]

Vernissage: Freitag, 29.November, 19 Uhr
Gespräch: Mittwoch, 11.Dezemebr, 19 Uhr
Finissage: Samstag, 21.Dezemebr, 19 Uhr

Öffnungszeiten: Do + Fr 16 bis 19 Uhr, Sa 13 bis 16 Uhr.
oder nach telefonischer Vereinbarung 062 844 46 16
ab Bahnhof Aarau Bus Nr. 2 Richtung Telli bis Delfterstrasse, Tellistrasse 118, im KiFF [ Plan ]

Bilder zum Vergrössern anklicken

In der Ausstellung im Kunstraum Aarau beziehen sich Marc Zeier mit einer akustischen Installation und Ursula Palla mit einer Videoprojektion auf die Begriffe Zeiträume, Geschwindigkeit und Rhythmen.

Die akustische Installation PLANK*TON von Marc Zeier im Kunstraum ist im Grenzbereich unserer Wahrnehmung angesiedelt. Raum und Zeit lösen sich in dieser konzentrierten Installation auf und lassen die Besucherinnen und Besucher neue Klangstrukturen aus dem Mikrobereich erfahren. Im Laufe seiner Tätigkeit als Planktonfischer ist Marc Zeier aufgefallen, dass die etwa 2-3mm grossen Tiere der roten Sommersorte leise klickende Töne von sich geben. Allerdings in einem Hörbereich, welcher beinahe an der Schwelle zum Unhörbaren liegt. Mit speziellen Mikrofonen hat Marc Zeier diese akustischen Manifestationen aufgezeichnet und verarbeitet.Plankton, es handelt sich hier um Zooplankton, ist neben dem pflanzlichen Phytoplankton in allen Weltmeeren und Seen vertreten. (In der Ausstellung ist Daphnia magna zu hören) Die Installation PLANK*TON ist in zwei Teile gegliedert: in der Mitte des Raumes werden mittel- bis hochfrequente Töne ausgestrahlt, peripher ertönt Klangmaterial, das dem nicht wahrnehmbaren Subbereich angehört, mittels digitaler Manipulation in den menschlichen Hörbereich angehoben, ein Hörbild, indem auch Klänge und Umweltgeräusche vorhanden sind. Zur Eröffnung erscheint als Edition eine Video CD mit Soundscape und Infrarotaufnahmen von Daphnia magna.

In der Videoprojektion bellevue zeigt Ursula Palla eine Arbeit, aus der Serie "play-station", worin die Auseinandersetzung von Körper und Raum thematisiert wird. Ursula Palla verarbeitet in bellevue ihre Videosequenzen zu einer Videoprojektion weiter,indem sie sich auf die Architektur des Gebäudes bezieht. (die Videosequenzen werden direkt auf die Aussenfassade des Kunstraumes projiziert) Die Bildsequenzen sind digital bearbeitet und reduziert, wirken fragmentiert und zeichenhaft, lassen eine fiktive Weiterentwicklung zu, so dass die Fassade des Kulturraumes zum Teilstück der Arbeit wird. Bellevue zeigt zwei Jugendliche vor ihrem Sprung aus 10 m Höhe ins Wasserbecken. Im Mittelpunkt steht die Vorbereitungszeit zum Sprung, welche sich ausdehnt, emotional auflädt, eine Situation zwischen Mut und Angst, Spiel und Ernst.
Mit dem Sprung in die Tiefe wird gleichzeitig der Wechsel von Räumen aufgezeigt. Ein Wechselspiel zwischen digitaler Projektion und Schattenwurf, ein Pendeln und Ausloten in mixed Realitys. Die Videosequenz wird zur Metapher für den Wechsel zwischen Räumen und Strukturen.