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Stefan Jaeggi – Shoot Me ! #1 #2 #3 #4 #5 #6

Ausstellung: 13. Juni – 05 Juli 2020

„Stefan Jaeggi: Aim high, shoot low“

Die Ausstellung Shoot Me ! des Künstlers Stefan Jaeggi (*1972) zeigt eine konzeptionelle Arbeit in sechs Ausführungen. Alle präsentierten Objekte sind nicht konzipiert, um ausgestellt zu werden, sondern darauf ausgelegt, im Ausstellungsraum fotografiert zu werden. Stefan Jaeggi hat sie so konstruiert, dass sie ein optimales Bild abgeben: sie ordnen sich der Zentralperspektive unter, füllen das rechteckige Format einer Kamera aus, zeigen sich in den Primärfarben Rot–Grün–Blau und bieten Hilfestellung fürs Scharfstellen und den Weissabgleich. Zum Thema wird so nicht das Objekt selber, sondern seine Präsentation und Dokumentation. Der Künstler setzt sich hierbei mit dem Medium der digitalen Fotografie auseinander und inszeniert eine aktuelle Entwicklung des Kunstbetriebs kritisch. Nicht was es aussagt, macht es aus, sondern wie es sich zeigt.

Seit 2016 bringt Jaeggi Bilder in den dreidimensionalen Raum. Er nennt seine Arbeiten Bildobjekte, eine Mischform aus Bildern und Objekten. Sie haben sich aus seiner langen Erfahrung als Fotograf und seinem vielfältigen handwerklichen Können entwickelt. Der Künstler setzt seine Ideen mit Freude um, arbeitet sich am Material ab und entwickelt das Konzept bis ins letzte Detail weiter. Dabei verselbständigt sich die Idee, das fertige Objekt gibt dem Publikum nur indirekt Hinweise auf seinen Ursprung. Wer genau hinschaut, stösst aber sicher auf den Schalk, die Ironie und die Sorgfalt, die Jaeggis Arbeiten auszeichnen.

Nach verschiedenen handwerklichen Ausbildungen und einer abgebrochenen Fotografenlehre machte sich der in Solothurn aufgewachsene Künstler 1996 als Fotograf selbständig. Es folgten Aufträge für namhafte nationale und internationale Medien. Seit 2010 widmet er sich künstlerischen Arbeiten. 2011 erhielt er vom Kanton Solothurn ein Atelierstipendium in Paris. Von 2014 bis 2017 absolvierte er den ‹Master Fine Arts› an der Zürcher Hochschule der Künste. In den vergangenen Jahren hat er sich autodidaktisch zum Schreiner weitergebildet. Stefan Jaeggi lebt mit seiner Familie in Zürich.

 

Text: Urs Honegger*

 

* Urs Honegger, 1974, lic. phil. Germanist und Master of Digital Arts, schreibt für die Zeitschrift Hochparterre über digitales Design und leitet das Nachrichtenportal Hochparterre.ch.

 

 

Rahmenprogramm:

SO 14.6. 13–16 Uhr Künstler anwesend

DO 18.6. 18–20 Uhr Künstler anwesend

FR 19.6. 18.30 Uhr Kunstraumgespräch mit Stephan Jaeggi

SA 27.6. Künstler anwesend

FR 3.7. Save the Date: Finissage-Event

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Kunstraum Aarau
Ochsengässli 7
5000 Aarau
info@kunstraumaarau.ch
Öffnungszeiten
DO 18–20 Uhr
FR 17–19 Uhr
SA und SO 13–16 Uhr
Kategorie: Kunstraum
Kategorie: Kunstraum

How I should look like

Eine Ausstellung Nicolle Bussien

„How I should look like“

Ausstellung vom 18. Januar bis 16. Februar 2020

 

Nicolle Bussien wird zwei Arbeiten zeigen. Im OG wird die neue Arbeit „Light on“, im EG „Auftakt“ zu sehen sein.

„Light on“ 2020

Mehr-Kanal-Audioinstallation mit Fotografie-Blitzen
Ausgehend vom Setting des Bewerbungsfoto-Shootings reflektieren verschiedenste Stellensuchende gesellschaftliche Normen und was es heisst diesen nicht zu entsprechen. Ihre Erfahrungsberichte und Überlegungen ertönen im Sprechchor und leiten das Publikum zwischen den blitzenden Studioleuchten.
„Lights on“ hinterfragt auf eine kritische Weise die Inszenierung von Professionalität auf der Arbeitssuche.

„Auftakt“ 2019

Die Videoarbeit Auftakt gibt den Betrachter*innen intime Einblicke in die Verwandlungsprozesse zweier befreundeter Dragqueens. Im Video sind verschiedene Stadien des konzentrierten Schminkens und Umziehens
zu sehen. Durch Spiegelungen, Verschiebungen und Zeitsprünge wird die erwartete lineare Entwicklung von ‹natürlich› zu ‹künstlich› gebrochen. Die Protagonist*innen spielen mit Attributen von Männlichkeit
und Weiblichkeit und spiegeln sich dabei gegenseitig. Ihrer Verletzlichkeit ausgesetzt, verstecken sie ihren Körper hinter Masken und Bekleidungen.

Vernissage: Freitag 17. Januar 2020, 19 Uhr

Manon-on-Tour: 25. Januar 2020, 13 Uhr -doch ich warte hinter dem Vorhang, Performance von Steela Diamond und X Noëme mit Nicolle Bussien und Crew

Finissage: Sonntag 16. Februar 2020, 17 Uhr

 

 

 

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Kunstraum Aarau
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5000 Aarau
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Öffnungszeiten
DO 18–20 Uhr
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SA und SO 13–16 Uhr
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„von koerperlosen Organen“

Eine Ausstellung Dominic Neuwirth

„von koerperlosen Organen“

Eine Ausstellung des auserwählten Publikumspreisträger 2018 Dominic Neuwirth.
Ausstellung vom 15. November – 15. Dezember 2o19

Dumpfe Vibrationen aus fernen Gegenden, ewig weit entfernt, wabern spürbar durch den Untergrund der äussersten Erdschichten. Fernab der Tore versammeln sich flechtenähnliche Häutchen, die sich träge in Richtung Schwelle bewegen. Es ist ein aufreibender Weg, geprägt von tiefen labyrinthartigen Furchen, die sich zu einem scheinbar undurchdringlichen Netz organisiert haben. Angezogen durch ein offenliegendes Vakuum zieht das Material sich durch die Poren, schält ihre äusseren Schichten. Ein wellenförmiger Atem weht über die globalen Schichten und wälzt die abgelagerten Strukturen um. Kein Körper mehr da um die Organe anzuheften. Pochend erhebt sich Etwas unsicher aus der Dunkelheit, nur um sich wieder hinzulegen. Drehend angetrieben schrammen formlose Teile an ihrer eigenen Begrenzung. Eingepfercht inmitten unüberwindbarer Balken, die den Horizont der aufbrechenden Teilchen deutlich beschneiden. Die Umrahmung grenzt ein, das ist wahr, aber vielleicht nur, um stärker zu verfestigen. Was ein Teilchen an Fläche verliert, gewinnt es an Dauer. Es ist normal das Umrissene zu schützen, denn es ist das, was uns fortbestehen lässt.
Materielle Manifestationen aus Zeiten, die den Lesenden und Schreibenden nicht eigen sind, werden zu Artefakten, deren undurchsichtigen Funktionsweisen sich nur erahnen lassen. Die Überbleibsel eines hybriden Produktionsablaufs. Säubernde Filterstrukturen, wabenartige Oberflächen herausgerissen und in ihre eigene Ohnmacht eingerahmt. Eingeschlossen in ihr eigenes Unvermögen, ausgeschlossen aus ihrem leeren Inneren. Es ist die Topologie einer Geometrie der Leere. Akribisch kompatibilisiert und produziert für die Bedürfnisse eines tiefschürfenden Machtapparates. In Abwesenheit des Maschinisten, ruhen die propellerartigen Schrauben, über deren Potentiale man sich nicht einig ist. Vermutlich lag ihre Bestimmung darin, die orientierungslosen Partikel und Häutchen in Richtung Grenzraum zu treiben. Ein Raum, der sich als stark selektiv entpuppen sollte und die nomadische Materie pedantisch nuancierte. Den einen blieb der Eintritt verwehrt, zerrüttet im vergeblichen Versuch, die plissierten Falten zu überwinden, bleiben sie haften an unnachsichtigen Lamellen, die keineswegs gewillt sind, sich von ihrer Beute zu trennen. Andere passieren die angeblich profanen Tore der Freiheit, im Unwissen darüber, dass sie sich in Wahrheit in einem rotierenden System der bodenlosen Wiederholung befinden. Tastend begeben sie sich durch den Raum, kämpfen mit ihren erblindeten Augen. Doch das chronische Dazwischen durchdringt sie unablässig, es agiert als hätte es sich zum Ziel genommen den Stillstand voranzutreiben, um anhaltend von koerperlosen Organen umgeben zu sein.

Vernissage
Donnerstag 14. November 19oo

Auserwählt afterparty vol. III
Freitag 15. November

Meet the artist
Donnerstag 21. November 19oo

Finissage
Sonntag 15. Dezember 15:00

 

 

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5000 Aarau
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Öffnungszeiten
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FR 17–19 Uhr
SA und SO 13–16 Uhr
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«A kick in the teeth»

Eine Ausstellung von Remy Erismann & Julia Hoentzsch

 

 

A kick in the teeth

In ihrer individuellen Atelierarbeit beschäftigen sich Remy Erismann und Julia Hoentzsch mit Themenkomplexen wie Leistung, Abgrenzung, Physis und Fragilität. Remy Erismann interessieren Fragen zur zeitgenössischen Skulptur, ausgehend vom ästhetischen und materiellen Potential aktueller Hightech Entwicklungen versucht er deren geistigen Kern zu erfassen und stellt ihnen ein Lowtech Verfahren entgegen. Julia Hoentzsch beschäftigt sich in ihren spezifischen Auseinandersetzungen mit Material, Körper und Objekt immer wieder mit Spannungszuständen von Zufall und Kontrolle, von Flüchtigkeit und Manifestation.

Mit dem Torwart als Ausgangspunkt und Metapher haben sie sich, in ihrer plastischen künstlerischen Praxis, mit dem Thema Eishockey befasst. A Kick in the teeth ist eine Goalie Ausrüstung, die sich hier aus Beton und Porzellan Objekten zusammenstellt, gleichzeitig hart und fragil. Neben dem wechselseitigen Material- und Formenrepertoire hat die Künstlerin und den Künstler das Momentum des Einfrierens interessiert, welches ihnen die Möglichkeit bietet anders über die jeweiligen Objekte nachzudenken.

Benjamin Sunarjo hat eine Performance entwickelt, in der er thematisch auf die Objekte der Ausstellung eingeht und Bezüge herstellt, die er aus seinem eigenen Repertoire ableitet.

 

Vernissage: Freitag, 11. Oktober 2019, 19:00 Performance von Benjamin Sunarjo 20 Uhr

Ausstellung: 12.10.2019 – 03.11.2019 Samstag, 21. September 2019

Finissage: Sonntag 3. November 16.00 Uhr

 

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Kategorie: Kunstraum

«I want to sleep like»

Performance by

Gregory Hari, Martina Buzzi, Monika Stalder

Samstag, 21. September 2019
19:30 – 20:30 Uhr

Anlässlich der Jurierungspause des Performancepreises Schweiz 2019 im Aargauer Kunsthaus performen Gregory Hari, Martina Buzzi & Monika Stalder auf Einladung von U5 im Kunstraum Aarau.
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I want to sleep like…
is a performance by Swiss artists Gregory Hari, Martina Buzzi & Monika Stalder.
Each artist represents a chapter, dedicated to a certain way of sleeping. In this collectively developed performance, the artists researched in the fields of botany, biology and pop culture.

Do plants actually sleep?
How does a sperm whale sleep?
And how many years did sleeping beauty sleep?

 

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