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„von koerperlosen Organen“

Eine Ausstellung Dominic Neuwirth

„von koerperlosen Organen“

Eine Ausstellung des auserwählten Publikumspreisträger 2018 Dominic Neuwirth.
Ausstellung vom 15. November – 15. Dezember 2o19

Dumpfe Vibrationen aus fernen Gegenden, ewig weit entfernt, wabern spürbar durch den Untergrund der äussersten Erdschichten. Fernab der Tore versammeln sich flechtenähnliche Häutchen, die sich träge in Richtung Schwelle bewegen. Es ist ein aufreibender Weg, geprägt von tiefen labyrinthartigen Furchen, die sich zu einem scheinbar undurchdringlichen Netz organisiert haben. Angezogen durch ein offenliegendes Vakuum zieht das Material sich durch die Poren, schält ihre äusseren Schichten. Ein wellenförmiger Atem weht über die globalen Schichten und wälzt die abgelagerten Strukturen um. Kein Körper mehr da um die Organe anzuheften. Pochend erhebt sich Etwas unsicher aus der Dunkelheit, nur um sich wieder hinzulegen. Drehend angetrieben schrammen formlose Teile an ihrer eigenen Begrenzung. Eingepfercht inmitten unüberwindbarer Balken, die den Horizont der aufbrechenden Teilchen deutlich beschneiden. Die Umrahmung grenzt ein, das ist wahr, aber vielleicht nur, um stärker zu verfestigen. Was ein Teilchen an Fläche verliert, gewinnt es an Dauer. Es ist normal das Umrissene zu schützen, denn es ist das, was uns fortbestehen lässt.
Materielle Manifestationen aus Zeiten, die den Lesenden und Schreibenden nicht eigen sind, werden zu Artefakten, deren undurchsichtigen Funktionsweisen sich nur erahnen lassen. Die Überbleibsel eines hybriden Produktionsablaufs. Säubernde Filterstrukturen, wabenartige Oberflächen herausgerissen und in ihre eigene Ohnmacht eingerahmt. Eingeschlossen in ihr eigenes Unvermögen, ausgeschlossen aus ihrem leeren Inneren. Es ist die Topologie einer Geometrie der Leere. Akribisch kompatibilisiert und produziert für die Bedürfnisse eines tiefschürfenden Machtapparates. In Abwesenheit des Maschinisten, ruhen die propellerartigen Schrauben, über deren Potentiale man sich nicht einig ist. Vermutlich lag ihre Bestimmung darin, die orientierungslosen Partikel und Häutchen in Richtung Grenzraum zu treiben. Ein Raum, der sich als stark selektiv entpuppen sollte und die nomadische Materie pedantisch nuancierte. Den einen blieb der Eintritt verwehrt, zerrüttet im vergeblichen Versuch, die plissierten Falten zu überwinden, bleiben sie haften an unnachsichtigen Lamellen, die keineswegs gewillt sind, sich von ihrer Beute zu trennen. Andere passieren die angeblich profanen Tore der Freiheit, im Unwissen darüber, dass sie sich in Wahrheit in einem rotierenden System der bodenlosen Wiederholung befinden. Tastend begeben sie sich durch den Raum, kämpfen mit ihren erblindeten Augen. Doch das chronische Dazwischen durchdringt sie unablässig, es agiert als hätte es sich zum Ziel genommen den Stillstand voranzutreiben, um anhaltend von koerperlosen Organen umgeben zu sein.

Vernissage
Donnerstag 14. November 19oo

Auserwählt afterparty vol. III
Freitag 15. November

Meet the artist
Donnerstag 21. November 19oo

Finissage
Sonntag 15. Dezember 15:00

 

 

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Kunstraum Aarau
Ochsengässli 7
5000 Aarau
info@kunstraumaarau.ch
Öffnungszeiten
DO 18–20 Uhr
FR 17–19 Uhr
SA und SO 13–16 Uhr
Kategorie: Kunstraum

«A kick in the teeth»

Eine Ausstellung von Remy Erismann & Julia Hoentzsch

 

 

A kick in the teeth

In ihrer individuellen Atelierarbeit beschäftigen sich Remy Erismann und Julia Hoentzsch mit Themenkomplexen wie Leistung, Abgrenzung, Physis und Fragilität. Remy Erismann interessieren Fragen zur zeitgenössischen Skulptur, ausgehend vom ästhetischen und materiellen Potential aktueller Hightech Entwicklungen versucht er deren geistigen Kern zu erfassen und stellt ihnen ein Lowtech Verfahren entgegen. Julia Hoentzsch beschäftigt sich in ihren spezifischen Auseinandersetzungen mit Material, Körper und Objekt immer wieder mit Spannungszuständen von Zufall und Kontrolle, von Flüchtigkeit und Manifestation.

Mit dem Torwart als Ausgangspunkt und Metapher haben sie sich, in ihrer plastischen künstlerischen Praxis, mit dem Thema Eishockey befasst. A Kick in the teeth ist eine Goalie Ausrüstung, die sich hier aus Beton und Porzellan Objekten zusammenstellt, gleichzeitig hart und fragil. Neben dem wechselseitigen Material- und Formenrepertoire hat die Künstlerin und den Künstler das Momentum des Einfrierens interessiert, welches ihnen die Möglichkeit bietet anders über die jeweiligen Objekte nachzudenken.

Benjamin Sunarjo hat eine Performance entwickelt, in der er thematisch auf die Objekte der Ausstellung eingeht und Bezüge herstellt, die er aus seinem eigenen Repertoire ableitet.

 

Vernissage: Freitag, 11. Oktober 2019, 19:00 Performance von Benjamin Sunarjo 20 Uhr

Ausstellung: 12.10.2019 – 03.11.2019 Samstag, 21. September 2019

Finissage: Sonntag 3. November 16.00 Uhr

 

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Kunstraum Aarau
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Kategorie: Kunstraum

«I want to sleep like»

Performance by

Gregory Hari, Martina Buzzi, Monika Stalder

Samstag, 21. September 2019
19:30 – 20:30 Uhr

Anlässlich der Jurierungspause des Performancepreises Schweiz 2019 im Aargauer Kunsthaus performen Gregory Hari, Martina Buzzi & Monika Stalder auf Einladung von U5 im Kunstraum Aarau.
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I want to sleep like…
is a performance by Swiss artists Gregory Hari, Martina Buzzi & Monika Stalder.
Each artist represents a chapter, dedicated to a certain way of sleeping. In this collectively developed performance, the artists researched in the fields of botany, biology and pop culture.

Do plants actually sleep?
How does a sperm whale sleep?
And how many years did sleeping beauty sleep?

 

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Kunstraum Aarau
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Kategorie: Kunstraum

U5 «360° Daily Routines»

«360° Daily Routines»

14.09.2019 – 06.10.2019

Vernissage: Freitag 13. September 2019 , 19 Uhr 

U5 zeigt Flaggen. Eine Auswahl live gestreamter Bilder, entstanden im Zusammenhang mit ihrem Projekt PALM.

Der Link zur Plattform PALM: U5: http://palm.92u.ch/

 

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BlackBox Short Film Festival 2019

17. August 2019 14-23 Uhr

Fabian Suter und Eva van der Spek haben über 3000 Kurzfilme erhalten und die Besten daraus herausgesiebt. Die Qualität der Filme sticht ins Auge. Mit Humor, Provokation und intelligenten, überraschenden und schönen Filmen konnte man das Team der Vereins BlackBox aus Aarau überzeugen.

8 thematische Blocks, darunter Animation und Kunst Film, zeigen einen Rundblick über das weltweite Filmschaffen der letzten Jahre und spiegelt dessen Zeitgeist.

Programm:

Um 14 Uhr starten wir mit Experimental- und Kunstfilmen.
Mit viel Liebe zum Detail arbeiten Film- und Kunstschaffende an audiovisuellen Kompositionen und verpacken oftmals eine kleine Geschichte darin.

Um 16 Uhr empfehlen wir wärmstens unsere Auswahl an Animationsfilmen.
Die Filme überzeugen durch starke Bilder und schöne Geschichten, die oft mit wenig Text auskommen.

Um 17:30 Uhr zeigen wir dir in unserem „Indian Special“ Filme aus verschiedenen Landesteilen in den Sprachen Hindi, Bengali, Marathi und Tamil, jeweils mit englischen Untertiteln.

Um 18:30 Uhr liegt unser Fokus auf inländischen Produktionen.
Mit viel Witz und Charme, aber auch mit ziemlich morbiden Ideen, zeigen Filmschaffende aus der Schweiz ihre aktuellen Arbeiten.

Zwischen 20 – 23 Uhr folgen weitere erzählerische Filme aus Europa und teils anderen Orten der Welt. Sie stimmen nachdenklich, unterhalten kritisch oder bringen einem zum Lachen.

BlackBox Short Film Festival
Kunstraum Aarau 17. August 14-23 Uhr

Programm unter www.blackboxonline.org.

 

KUNSTRAUM AARAU
Ochsengässli 7
CH-5000 Aarau
info@kunstraumaarau.ch
www.kunstraumaarau.ch