KONZEPT - Das offene Kunstnetzwerk
Der Kunstraum Aarau wendet sich ab Oktober 03 mit dem Einzug in die neuen Räume
am Ochsengässli 7 einem neuen Ausstellungskonzept zu:
Es steht nicht mehr das unantastbare Kunstwerk im klassischen Sinne im Vordergrund,
sondern die transdisziplinäre Auseinandersetzung mit Kunst als programmatischer
Forschungs-Prozess. Durch das Aufbrechen von gängigen und dem Erschliessen
von neuen Räumen werden die Grenzbereiche mittels unetablierter Sichtweisen
ausgelotet und erforscht. Dieser Prozess bildet den Hauptgegenstand des Programms.
Ein besonderes Anliegen ist dem Kunstraum die Zusammenarbeit der Kunstschaffenden
mit Personen, die nicht aus dem direkten Kunstkontext stammen, sondern zum Beispiel
aus wissenschaftlichen, sozialen, politischen, wirtschaftlichen oder kulturellen
Tätigkeitsfeldern.
Für die daraus hervorgehenden „offenen Kunstwerke“ bietet der
Kunstraum eine Plattform, mit der Absicht den Diskurs differierender Anschauungen
und Denkweisen anzuregen.
Der Kunstraum unterstützt Künstler, welche mit ihrer Arbeit aus dem Raum als solchen heraustreten. Prozesshaft und experimentell werden dabei neue Räume erschlossen, ob nun real, virtuell oder in Kooperation mit anderen Institutionen oder Kulturschaffenden.Der Kunstraum Aarau wünscht von den ausstellenden Künstlern, dass diese im Vorfeld den Raum, den sie bespielen möchten, abstecken.
Geschichte und Organisation
Anfangs 1990 mietet eine Gruppe bildender Künstlerinnen und Künstler
aus dem Umfeld der aargauischen GSMBA, einen 100 m2 grossen Raum im KiFF (Kultur
in der Futterfabrik) an der Tellistrasse 108 in Aarau und beteiligte sich somit
am Aufbau dieses regionalen Kulturzentrums. Im Vordergrund stand der Gedanke ein
Forum mit offenem Konzept für Veranstaltungen der Bildenenden Kunst und deren
Grenzbereiche zu schaffen. Dabei sollen nicht gesicherte Sehweisen im Vordergrund
stehen. Der unabhängige Verein Kunstraum Aarau wurde am 3. September 1990
gegründet.
Der Kunstraum Aarau war während 13 Jahren an seinem ersten Standort an der
Peripherie der Stadt, zusammen mit anderen vergleichbaren, nichtkommerziellen
Räumen und ausserhalb von Institutionen unentbehrlicher Nährboden für
den aktuellen Kunstdiskurs. Experimente, Versuchsanordnungen und Präsentationen
konnten hier unabhängig vom Anspruch der mehrheitsfähigen Akzeptanz
öffentlicher Institutionen und von kommerziellen Zielen privater Galerien
entstehen und einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht
werden.
2003 beschliesst der gegenwärtig verantwortliche Vorstand des Kunstraums
Aarau, Standort, Konzepte und Inhalte zu überdenken. In diesem Zusammenhang
ist der Standort im KiFF, weg vom Ausstellungsraum am Rande der Stadt mitten hinein
in das von Passanten belebte Zentrum von Aarau ans Ochsengässli 7 verlegt
worden. So soll mit diesem Schritt auch die an der Qualität der gezeigten
künstlerischen Projekte sowie am Betriebsaufwand gemessenen zunehmend bescheideneren
Besucherzahlen entgegen getreten werden.
Der Kunstraum Aarau wird getragen durch die unentgeltliche Arbeit der Vorstandsgruppe,
bestehend aus Kunstschaffenden und kulturel engagierten Personen. Finanzielle
Basis bilden die Beiträge der Vereinsmitglieder, des Aargauischen Kuratoriums,
des Bundesamtes für Kultur sowie der Stadt Aarau. Einzelne Projekte werden
punktuell durch weitere Personen und Institutionen unterstützt.
Statuten
Personen
Der Kunstraum Aarau wird neben der finanziellen Unterstützung nur durch die unentgeltliche Arbeit mehrerer engagierter Personen ermöglicht.
Der Vorstand wird anlässlich der jährlich stattfindenden Generalversammlung
gewählt. Er setzt sich momentan zusammen aus:
Rachel Bühlmann, Medienkünstlerin FH, Küttigen
Marco Feusi, Architekt und Betriebswissenschaftler, Zürich
Fabienne Genoud, Kunsttheoretikerin, Zürich
Sara Izzo, studiert Kunstgeschichte Uni Zürich
Stephan Müller, Szenischer Gestalter, Aarau
Thomas Oehler, Bildhauer, Aarau
Thomas Widmer, Bildender Künstler, Aarau
Die Ausstellungsbetreuung erfolgt durch:
André Hartmann, Grafiker Aarau
Website:
Design: André Hartmann, Grafiker Aarau
Programmierung: Alain Bellet, Grafiker Zürich
Programmierung: Tizian Baldinger, Programmierer Aarau
>>> Mitglied werden
>>> Unterstützung